Wussten Sie schon?

Müdigkeit - Mein täglicher Begleiter

Müdigkeit hat viele Ursachen – allen voran: zu wenig Schlaf. Ständiges Müdesein zeigt manchmal auch bestimmte Krankheiten oder ein chronisches Erschöpfungssyndrom an


EIN ARTIKEL VON ANDREA BLANK-KOPPENLEITNER, AKTUALISIERT AM 04.07.2017


Meist kennen wir den Grund, warum wir müde sind: zu wenig geschlafen. Kurze oder unruhige Nächte sind die einfachste und häufigste Ursache für Müdigkeit am Tage. Doch auch wer morgens ausgeruht startet, kennt untertags Phasen, in denen ihn jenes bleierne Gefühl überkommt, das schwer auf den Augen lastet, Denken und Bewegungen verlangsamt, nach einer Ruhepause verlangt. Das kann ein kurzes Mittagstief sein, das durch eine üppige Mahlzeit noch verstärkt wird. Den gleichen Effekt hat es, wenn wir zu wenig essen und vor allem zu wenig trinken. Längeres Sitzen in einem schlecht gelüfteten Raum lässt ebenfalls Hirn und Beine schlapp werden. Menschen, die lange intensiv ohne Pause durcharbeiten, überfällt irgendwann akute Müdigkeit, aber auch diejenigen, die den ganzen Tag untätig auf dem Sofa verbracht haben. Daumendrehen macht genauso müde wie anhaltende Stressbelastung, zu wenig körperliche Bewegung ebenso wie überzogenes Training. Und schließlich kündigt sich ein beginnender Infekt, eine Erkältungetwa, nicht nur durch eine juckende Nase, sondern auch durch ein unbestimmtes Müdigkeitsgefühl an.

Was Müdigkeit bedeutet Müdigkeit ist also in der Regel ein Hinweis dafür, dass uns etwas fehlt – Schlaf, Sauerstoff, Flüssigkeit, Bewegung. Manchmal zeigt der bleierne Zustand zudem an, dass unser Körper sich aktiv gegen etwas wehrt – gegen Krankheitskeime zum Beispiel – und deshalb verstärkt Abwehrkräfte mobilisiert. Das macht müde. Sehr häufig trüben Alltagsprobleme, die auf Geist und Körper lasten, die Stimmung, den inneren Antrieb und die Leistungsfähigkeit. Ein Trost ist es, dass solche oft als unangenehm empfundenen Müdigkeitsphasen wieder vergehen oder sich rasch beheben lassen: Das geöffnete Fenster, der kurze Spaziergang an der frischen Luft, ein Glas Mineralwasser oder Entspannungsübungen vertreiben belastende Durchhänger. Der tiefe Gesundheitsschlaf bei einer Erkältung oder Grippe unterstützt den Organismus in seiner Genesungsarbeit. In bestimmten Situationen erleben wir Müdesein sogar als angenehm, etwa nach einer ausgedehnten Wanderung in schöner Landschaft oder nach konzentrierter, erfolgreicher Arbeit am Schreibtisch. Die Glieder fühlen sich zwar schwer an, der Kopf ist wie ausgepumpt, aber eine beruhigende Zufriedenheit breitet sich aus. Wer dann ausreichend schläft, die nötige Erholungspause einlegt, fühlt sich danach wieder wach, fit und leistungsstark.


Anhaltende Müdigkeit ernst nehmen

Ungewohnte, hartnäckige oder ständige Müdigkeit dagegen ist oft das erste Zeichen dafür, dass etwas im Körper oder in der psychischen Verfassung nicht stimmt. Müdigkeit ist dann ein allgemeines Krankheitssymptom, wie Fieber, Abgeschlagenheit oder Schwitzen. Es kündigt Krankheitsprozesse unterschiedlichster Art an oder begleitet sie mehr oder minder ausgeprägt. Oft wirkt Müdigkeit aber auch später noch nach, wenn zum Beispiel die Infektion überstanden, die Erkrankung schon ausgeheilt ist.


Müdigkeit: Wann sollten Sie aufmerksam werden?

Hier sind Rat und Hilfe vom Arzt angesagt:

  • Der Schlaf ist längere Zeit nicht erholsam

  • Eine Phase der Müdigkeit wird nicht durch wache, aktive Zeiten abgelöst 

  • Schlaf, Erholung und körperliche Bewegung beheben die innere Schwere nicht

  • Die Müdigkeit hält länger an als Sie es im normalen Rahmen kennen

  • Sie werden plötzlich extrem müde, ohne sich übermäßig angestrengt zu haben

  • Das Müdesein belastet Ihren Alltag spürbar

  • Die Leistungen fallen dadurch deutlich ab

  • Andere Beschwerden kommen dazu, zum Beispiel Fieber, Abgeschlagenheit, Schmerzen, Schwellungen, Übelkeit, Schwindel, nächtliches Schwitzen, Muskelschwäche, Atemnot, depressive Verstimmtheit, Ängstlichkeit, Gedächtnisstörungen

Hängt die Müdigkeit zum Beispiel mit ausgeprägten Schlafstörungen zusammen, ist es wichtig, mit dem Arzt darüber zu sprechen, um deren Ursache gezielt anzugehen. Mehr Informationen hierzu finden Sie im Ratgeber "Schlafstörungen".


https://www.apotheken-umschau.de/Muedigkeit




Featured Posts
Archive