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Wussten Sie schon?

2. WOCHENAUFGABE: Die eigene Blase – ein psychologischer Schutzraum für Selbstkontakt und innere Klarheit

In dieser zweiten Wochenaufgabe geht es nicht um Leistung, nicht um Veränderung im Außen und nicht darum, „besser“ zu werden. Es geht um etwas viel Ursprünglicheres: Selbstwahrnehmung, Abgrenzung und innere Sicherheit. Drei Grundlagen psychischer Gesundheit, die im Alltag oft verloren gehen.

Die Aufgabe ist einfach – und gleichzeitig tiefgreifend:Stellen Sie sich vor, Sie bewegen sich durch Ihr Leben in einer Blase, wie in einer Seifenblase. Transparent, weich, schützend. Diese Blase ist Ihr persönlicher Raum.


Was diese Blase psychologisch bedeutet

Diese Blase enthält alles, was Sie ausmacht:

  • Ihre Persönlichkeit

  • Ihren Charakter

  • Ihre Gefühle, Stimmungen, inneren Reaktionen

  • Ihre Werte, Grenzen, Bedürfnisse

  • Ihre Geschichte, ohne dass sie Sie definiert

Nichts muss heraus, nichts muss hinein. Die Blase ist kein Gefängnis, sondern ein sicherer Raum – der innere Prozesse hält, ohne sie zu überfordern.

Viele Menschen leben im Alltag unbewusst ohne diese innere Hülle. Sie sind offen, durchlässig, permanent im Außen. Stimmungen anderer, Erwartungen, Bewertungen, Blicke, Worte – alles dringt ungefiltert ein. Das führt langfristig zu Überforderung, Selbstverlust und innerer Unruhe.

Die Blase stellt diese Hülle symbolisch wieder her.


Durch den Alltag gehen – in Ihrer eigenen Bubble

In dieser Woche laden wir Sie ein, diese Blase mitzunehmen:

  • Beim Einkaufen

  • Im Gespräch

  • Bei der Arbeit

  • In Konflikten

  • In Begegnungen mit fremden oder nahestehenden Menschen

Sie gehen nicht gegen die Welt, sondern mit sich selbst durch die Welt.

Spüren Sie:Wie fühlt es sich an, wenn ich in meiner Blase bin?Bin ich ruhiger? Klarer? Beobachtender?Reagiere ich weniger automatisch?

Allein diese Fragen verändern bereits die innere Haltung.


Die anderen in ihren Blasen wahrnehmen

Ein zentraler Teil dieser Aufgabe ist der Perspektivwechsel:Stellen Sie sich vor, jeder Mensch lebt in seiner eigenen Blase.

Jeder:

  • sieht die Welt aus seiner Geschichte heraus

  • interpretiert Situationen subjektiv

  • reagiert aus seinen eigenen Verletzungen, Prägungen, Bedürfnissen

Das, was uns oft triggert, verletzt oder wütend macht, ist nicht „die Realität“, sondern die Realität des anderen in seiner Blase.

Wenn Sie beginnen, Menschen so wahrzunehmen, entsteht etwas Entscheidendes:

  • weniger Personalisierung

  • weniger Kränkung

  • mehr innere Distanz

  • mehr Verständnis – ohne sich selbst zu verlieren

Vielleicht entsteht sogar Neugier:

Wie siehst du die Welt aus deiner Blase heraus?

Nicht als Frage, die man stellen muss – sondern als innere Haltung.


Subjektivität verstehen – ein Schlüssel zu innerem Frieden

Psychologisch gesehen gibt es keine objektive Wahrnehmung. Jeder Mensch konstruiert seine Wirklichkeit. Das Wissen darum ist entlastend.

In der eigenen Blase:

  • müssen Sie niemandem gefallen

  • müssen Sie nichts erklären

  • dürfen Sie fühlen, was Sie fühlen

Und gleichzeitig erkennen Sie:Das Verhalten anderer sagt oft mehr über deren Blase aus als über Sie.

Diese Erkenntnis stärkt die Selbstachtung. Sie beginnen, sich weniger zu verbiegen, weniger zu rechtfertigen, weniger zu kämpfen.


Eine Woche der feinen Veränderungen

Diese Aufgabe ist keine Meditation im klassischen Sinn. Sie ist eine gelebte innere Praxis. Machen Sie sie nicht perfekt – machen Sie sie ehrlich.

Am Ende der Woche dürfen Sie sich fragen:

  • Was hat sich innerlich verändert?

  • Bin ich schneller bei mir geblieben?

  • Habe ich meine Grenzen klarer gespürt?

  • Habe ich andere weniger bewertet?

  • Fühle ich mich sicherer in mir selbst?

Oft sind es keine großen Aha-Erlebnisse, sondern feine Verschiebungen: mehr Ruhe, mehr Abstand, mehr Selbstkontakt.


Warum diese Aufgabe so wichtig ist

In einer Zeit, in der wir uns ständig vergleichen, abgleichen, anpassen und äußeren Stimmen folgen, ist diese Blase ein stiller Akt von Selbstschutz. Kein Rückzug aus der Welt – sondern eine gesunde psychische Grenze.

Sie geben Ihr Inneres nicht mehr automatisch ab.Sie bleiben erreichbar – aber nicht auslieferbar.

Und genau hier beginnt echte innere Stabilität.

Gehen Sie diese Woche bewusst in Ihrer Blase durch die Welt.Nicht, um sich abzugrenzen – sondern um sich wiederzufinden.



 
 
 

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