

Warum Loslassen heilt
Loslassen klingt einfach.Fast banal.Und doch gehört es zu den schwierigsten inneren Prozessen überhaupt. Viele Menschen halten fest – an Beziehungen, Erwartungen, Rollen, Schuld, Angst oder alten Verletzungen – nicht, weil sie wollen, sondern weil sie glauben, sonst den Halt zu verlieren. Therapeutisch zeigt sich jedoch immer wieder: Nicht das Loslassen macht Angst, sondern das Festhalten macht krank. Festhalten als Schutzmechanismus Psychologisch ist Festhalten selten Sturh


Warum wir uns ständig vergleichen – und dabei uns selbst verlieren
Vergleichen ist allgegenwärtig.Wir vergleichen Körper, Karrieren, Beziehungen, Elternschaft, Lebensentwürfe, Belastbarkeit, Glück. Oft geschieht es unbewusst, fast reflexhaft. Kaum ein Gedanke, der nicht irgendwo an der Frage entlangstreift: Bin ich genug? Bin ich besser oder schlechter? Psychologisch betrachtet ist dieses ständige Vergleichen kein persönlicher Fehler. Es ist ein erlerntes Muster – und ein gesellschaftlich hoch wirksames Steuerungsinstrument. Der psychologisc


Warum Arbeit uns entfremdet
Arbeit soll Sinn geben. Struktur. Sicherheit. Identität.So zumindest das gesellschaftliche Versprechen.Doch immer mehr Menschen erleben das Gegenteil: Erschöpfung, innere Leere, Sinnverlust. Nicht weil sie faul sind oder zu wenig leisten – sondern weil Arbeit sie von sich selbst entfremdet . Diese Entfremdung ist kein individuelles Versagen. Sie ist ein psychologisches und strukturelles Phänomen. Was Entfremdung psychologisch bedeutet Psychologisch beschreibt Entfremdung ein


Authentizität vs. gesellschaftliche Erwartungen – der innere Konflikt unserer Zeit
Sei du selbst.Aber bitte angepasst. Erfolgreich. Leistungsfähig. Emotional stabil. Sozial kompatibel. Kaum ein Begriff wird so häufig beschworen wie Authentizität – und kaum einer ist im Alltag so schwer zu leben. Denn dem Wunsch, echt zu sein, stehen mächtige gesellschaftliche Erwartungen gegenüber: Wie wir zu leben, zu fühlen, zu arbeiten und zu funktionieren haben. Der Konflikt zwischen Authentizität und Anpassung ist kein individuelles Problem. Er ist ein psychologisches


Warum „Reiß dich zusammen“ krank macht
„Reiß dich zusammen.“Ein Satz, der oft gut gemeint ist – und dennoch tief verletzend wirken kann. Er wird gesagt, wenn jemand weint, überfordert ist, Angst hat oder nicht mehr kann. Er klingt nach Stärke, nach Kontrolle, nach Vernunft. Psychologisch und neurologisch betrachtet jedoch ist er hochproblematisch – und kann langfristig krank machen. Denn dieser Satz greift nicht nur Verhalten an. Er greift das Erleben eines Menschen an. Die psychologische Botschaft hinter dem Sa


Warum Selbstoptimierung erschöpft
Selbstoptimierung ist das Credo unserer Zeit. Wir sollen gesünder leben, produktiver arbeiten, achtsamer sein, erfolgreicher, effizienter und emotional stabiler. Coaches, Apps, Bücher und Social Media predigen ständig: Du kannst mehr aus dir machen. Doch dieser Drang zur ständigen Verbesserung kann langfristig nicht nur stressen – er kann körperlich und psychisch erschöpfen , den Selbstwert untergraben und das Nervensystem dauerhaft überlasten. Wenn das Ich zum Projekt wird S


Wie Traumata das Gehirn verändern
Trauma ist mehr als ein emotionales Erlebnis – es ist eine tiefgreifende Veränderung des Gehirns und Nervensystems. Es hinterlässt Spuren, die sowohl unser Denken, Fühlen als auch Handeln beeinflussen. Dabei spielt es keine Rolle, ob es sich um ein einzelnes extremes Ereignis handelt oder um wiederholte, chronische Belastungen wie Vernachlässigung, emotionale Misshandlung oder dauerhafte Überforderung. Neurologische Veränderungen durch Trauma Trauma wirkt auf drei zentrale Hi


Warum Anpassung die Seele kostet
Anpassung gilt in unserer Gesellschaft als Tugend. Wer sich anpasst, gilt als zuverlässig, teamfähig, konfliktfähig – jemand, der „funktioniert“. Doch hinter dieser scheinbaren Stärke verbirgt sich oft ein hoher Preis: die eigene Seele. Wenn Anpassung Selbstaufgabe wird Wer sich ständig anpasst, unterdrückt eigene Bedürfnisse, Wünsche und Emotionen, um Erwartungen zu erfüllen – sei es von Eltern, Lehrern, Kollegen oder Freunden. Das ständige „funktionieren“ erzeugt eine Diskr


Warum Harmonie krank machen kann
Harmonie gilt als etwas Positives. Wer harmonisch ist, gilt als freundlich, sozial, angepasst, angenehm. Harmonie steht für Frieden, Ausgleich und ein gutes Miteinander. Doch was, wenn genau diese Harmonie ihren Preis hat?Was, wenn sie nicht verbindet, sondern krank macht? Psychologisch betrachtet ist Harmonie nicht per se gesund. Unreflektierte, erzwungene Harmonie kann zur stillen Selbstaufgabe werden – mit spürbaren Folgen für Psyche und Körper. Wenn Harmonie bedeutet, si


Wissenschaft weiß weniger, als wir glauben – und warum das für unsere Gesundheit entscheidend ist
Wir leben in einer Zeit, in der Wissenschaft als nahezu unfehlbar gilt. Wir verlassen uns auf medizinische Leitlinien, auf Laborwerte, auf bildgebende Verfahren und auf Aussagen von Expertinnen und Experten. Und doch zeigt sich immer wieder: Die Wissenschaft weiß viel weniger, als wir zu wissen glauben. Das ist kein Angriff auf Forschung – im Gegenteil. Es ist eine Erinnerung daran, dass Wissenschaft ein Prozess ist, kein Besitzstand. Ein ständiges Hinterfragen, ein ständiges



















