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Wussten Sie schon?

Kränkung im Arbeitsumfeld – Wie gehen wir damit um?

  • 9. März 2025
  • 2 Min. Lesezeit

Das Arbeitsumfeld ist nicht nur ein Ort der Produktivität, sondern auch ein sozialer Raum, in dem wir tagtäglich mit anderen Menschen interagieren. Dabei bleiben Kränkungen nicht aus: Eine abwertende Bemerkung vom Chef, mangelnde Wertschätzung für geleistete Arbeit oder Konflikte mit Kollegen – all das kann unser Selbstwertgefühl verletzen und zu anhaltendem Stress führen. Doch wie können wir lernen, mit Kränkungen im Berufsalltag besser umzugehen?


Warum treffen uns Kränkungen so tief?

Kränkungen sind oft so schmerzhaft, weil sie an unser Selbstbild rühren. Im Beruf definieren sich viele Menschen stark über ihre Leistungen, ihre Kompetenzen und den Status, den sie innerhalb des Teams oder Unternehmens haben. Wird dieser Wert durch Kritik, Ignoranz oder ungerechte Behandlung infrage gestellt, empfinden wir dies als persönliche Zurückweisung. Unser Gehirn reagiert auf soziale Kränkungen ähnlich wie auf körperlichen Schmerz – deshalb können uns manche Bemerkungen lange nachhängen.


Typische Formen der Kränkung im Job

  1. Fehlende Anerkennung – Wenn erbrachte Leistungen nicht gesehen oder gewürdigt werden.

  2. Unfaire Kritik – Wenn Rückmeldungen unsachlich, überzogen oder ungerecht erscheinen.

  3. Ignoranz oder Ausgrenzung – Wenn man bewusst oder unbewusst übergangen wird.

  4. Respektloses Verhalten – Unhöflichkeiten, schnippische Kommentare oder öffentliche Bloßstellung.

  5. Machtspiele und Intrigen – Manipulation oder das bewusste Untergraben von Positionen.


Strategien, um mit Kränkungen umzugehen

1. Bewusstsein schaffen: Warum trifft es mich so?

Reflektiere, warum dich eine bestimmte Situation oder Aussage so verletzt. Liegt es an alten Erfahrungen? An deinem Wunsch nach Anerkennung? Das Bewusstsein darüber hilft, Kränkungen nicht zu persönlich zu nehmen.

2. Emotionen wahrnehmen, aber nicht von ihnen beherrschen lassen

Es ist normal, verletzt oder wütend zu sein. Doch statt impulsiv zu reagieren, hilft es, die Emotionen bewusst wahrzunehmen, sie zu benennen und sich Zeit für eine überlegte Reaktion zu nehmen.

3. Innere Distanz schaffen

Nicht jede Kränkung ist es wert, dein Selbstwertgefühl zu erschüttern. Frage dich: Wie relevant ist diese Situation langfristig? Oft ist die Perspektive einer außenstehenden Person hilfreich, um die Bedeutung zu relativieren.

4. Klare Kommunikation

Manchmal hilft es, die Situation anzusprechen. Ein wertschätzendes, aber bestimmtes Feedback kann helfen, Missverständnisse zu klären oder Grenzen aufzuzeigen.

5. Selbstfürsorge und Resilienz stärken

Ein starkes Selbstwertgefühl schützt vor Kränkungen. Pflege Hobbys, soziale Kontakte und Erfolge außerhalb des Berufs, um deinen Selbstwert nicht allein an der Arbeit zu messen.

6. Projektionen erkennen und sich abgrenzen

Oft werden die eigenen Themen und Frustrationen auf andere projiziert. Manchmal bekommt die Mitarbeiterin den Frust ab, den jemand eigentlich auf die Ehefrau oder Mutter richtet. In solchen Momenten hilft es, sich bewusst zu machen: „Es ist nicht mein Thema.“ Lass es beim anderen, statt es auf dich zu beziehen. Bleibe bei dir und deiner eigenen Wahrnehmung.


Fazit

Kränkungen im Arbeitsalltag sind unvermeidlich, doch unser Umgang damit entscheidet, wie sehr sie uns belasten. Wer lernt, Kränkungen zu reflektieren, bewusst darauf zu reagieren und den eigenen Selbstwert nicht von äußeren Faktoren abhängig zu machen, gewinnt innere Stärke und Gelassenheit. Welche Strategien hast du für dich entwickelt, um mit Kränkungen im Job besser umzugehen?




 
 
 

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