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Wussten Sie schon?

Muss erst alles zusammenbrechen, bevor etwas Gutes entstehen kann?

Vom Scheitern alter Systeme und der Kraft des Neuanfangs – in der Gesellschaft und in Beziehungen

„Das System muss erst scheitern, bevor etwas Neues entstehen kann.“Dieser Satz klingt radikal – und gleichzeitig erschreckend ehrlich.Ob wir auf die Gesellschaft, auf wirtschaftliche Strukturen oder auf persönliche Beziehungen schauen:Oft braucht es das Scheitern, damit echte Veränderung möglich wird.


Psychologisch betrachtet:

Menschen – und Systeme – halten an Altbekanntem fest, solange es noch „irgendwie funktioniert“.Das gilt für politische Ordnungen ebenso wie für Beziehungsmuster.

  • Ein kaputtes System bleibt bestehen, wenn es noch Profit bringt.

  • Eine Beziehung ohne Nähe bleibt bestehen, wenn sie „funktioniert“ – nach außen.

  • Ein Job, der erschöpft, wird weitergeführt, solange das Gehalt kommt.

Erst wenn etwas so sehr schmerzt, dass wir nicht mehr weglaufen können, entsteht Raum für Veränderung.


Warum Zusammenbruch manchmal Heilung bedeutet – gesellschaftlich wie persönlich

Es ist ein Gedanke, der vielen Menschen Angst macht – und doch immer wieder spürbar wird:

„Muss erst alles zusammenbrechen, bevor etwas Besseres entstehen kann?“

Eine Beziehung, die nicht mehr ehrlich ist.Ein Gesellschaftssystem, das ausbrennt.Ein inneres Lebensmodell, das nicht mehr zu uns passt.

Wir halten oft erstaunlich lange durch – aus Angst, aus Gewohnheit, aus dem Wunsch nach Sicherheit.Aber manchmal geht es nicht mehr weiter.Und genau dann, im Moment der Erschütterung, öffnet sich ein Raum, der vorher verschlossen war: Ein Raum für Wahrheit, für Wandel, für Heilung.


Warum Wandel so oft erst nach dem Scheitern kommt

Aus psychologischer Sicht ist das ganz logisch:

  • Menschen (und Systeme) sind trägheitsliebend – sie bevorzugen das Bekannte, selbst wenn es ungesund ist.

  • Wir vermeiden Veränderungen, solange der Schmerz des Status quo kleiner ist als die Angst vor dem Unbekannten.

  • Erst wenn wir „nicht mehr können“, entsteht die Bereitschaft, etwas radikal zu hinterfragen.

Der Zusammenbruch ist oft die einzige Tür, die sich von selbst öffnet – weil alles andere zugefallen ist.


Gesellschaftliche Systeme – wenn Stabilität zur Starre wird

Wir sehen es in der Welt:

  • Klimakrise, soziale Ungleichheit, mentale Erschöpfung, politische Entfremdung – viele Systeme stoßen an ihre Grenzen.

  • Es gibt Symptome von Überforderung: Populismus, Polarisierung, Vereinzelung.

  • Gleichzeitig entsteht eine neue Sehnsucht: nach Sinn, Nachhaltigkeit, Verbindung, Menschlichkeit.

Nicht die Krise ist das Problem – sondern unser Umgang mit ihr.Manchmal braucht es den „Kollaps des Alten“, damit nicht nur kosmetisch geschminkt, sondern wirklich neu gedachtwird.


Zwischenmenschlich – wenn Beziehungen zerbrechen

Auch in Beziehungen beobachten wir das Gleiche:

  • Paare leben jahrelang aneinander vorbei, ohne sich zu trennen – aus Angst vor Einsamkeit oder vor dem Chaos, das eine Trennung mit sich bringen würde.

  • Freundschaften halten, obwohl sie nicht mehr ehrlich oder nährend sind.

  • Familienmuster wiederholen sich, obwohl sie verletzen.

Und dann: Ein Bruch.Ein Streit. Ein Auseinandergehen. Ein völliges Infragestellen.

Schmerzhaft – aber ehrlich.Und oft der erste Schritt zu echter Nähe, zu Authentizität oder zu einem Neubeginn – mit sich selbst.


Der kreative Raum danach

Im Chaos liegt Potenzial. In der Unsicherheit liegt Wahrheit.Wenn das Bekannte wegfällt, entsteht eine Leere – aber auch ein Raum für:

  • neue Werte

  • neue Beziehungsformen

  • neue gesellschaftliche Visionen

  • ein neues Selbstverständnis

Viele Menschen berichten nach Krisen:„Ich war gezwungen, mich neu zu erfinden – und bin mir dadurch zum ersten Mal begegnet.“


Und trotzdem: Müssen wir immer scheitern?

Nein. Natürlich nicht.Manche Transformationen geschehen aus innerem Wachstum heraus, ohne Drama.Aber: Das braucht Bewusstsein, Mut und Reflexion.

Denn solange wir funktionieren, aber nicht fühlen – überleben, aber nicht leben – braucht es oft einen äußeren Anstoß, um die innere Wahrheit zu hören.


Und wie gelingt Wandel ohne Zusammenbruch?

  • Früher hinschauen. Nicht erst, wenn es brennt.

  • Ehrlich sein – mit sich selbst und anderen.

  • Schattenarbeit leisten: Welche Ängste, Glaubenssätze und Muster halten mich (noch) im Alten fest?

  • Begleitung zulassen. Manchmal braucht es einen Spiegel, einen Raum, eine Person, die mit uns aushält, was sich zeigen will.

  • Krisen als Chance begreifen – nicht schönreden, aber würdigen.


Fazit: Wenn etwas zerbricht, muss nicht alles verloren sein

Ob in der Gesellschaft, in Beziehungen oder im eigenen Inneren:Der Zusammenbruch ist nicht das Ende – er ist oft der ehrlichste Anfang.

Nicht weil alles zerstört wird, sondern weil etwas Echtes entstehen kann, das vorher keinen Platz hatte.

„Was zerbricht, war vielleicht nie echt – oder hat sich überlebt. Was daraus wächst, kann wahrhaftig sein.“

ree

 
 
 

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