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Wussten Sie schon?

Warum wir immer wieder die gleichen Fehler machen – und wie du aus diesem Kreislauf ausbrichst

  • vor 4 Tagen
  • 2 Min. Lesezeit

Kennst du das Gefühl, immer wieder in ähnliche Situationen zu geraten? Gleiche Konflikte, gleiche Entscheidungen, gleiche Ergebnisse – obwohl du es eigentlich besser weißt? Das ist kein Zufall, sondern ein gut erforschtes Phänomen in der Psychologie.


Der unsichtbare Autopilot im Kopf

Unser Gehirn liebt Abkürzungen. Statt jede Situation neu zu bewerten, greift es auf gespeicherte Muster zurück. Diese entstehen durch Erfahrungen, Erziehung und Emotionen. In der Verhaltenspsychologie nennt man das konditionierte Reaktionen.


Beispiel:Wenn du einmal mit einer mutigen Entscheidung gescheitert bist, vermeidest du künftig ähnliche Risiken – selbst dann, wenn sie eigentlich sinnvoll wären.


Warum wir Fehler wiederholen

Es gibt drei zentrale Gründe:

1. Emotion schlägt Logik

Unser Verhalten wird stärker von Gefühlen gesteuert als von rationalem Denken. Angst, Unsicherheit oder Gewohnheit haben oft mehr Einfluss als Fakten.

2. Bestätigungsfehler (Confirmation Bias)

Wir suchen unbewusst nach Informationen, die unsere bestehenden Überzeugungen bestätigen – selbst wenn sie falsch sind. Dieses Phänomen ist ein klassisches Beispiel für einen Kognitiver Bias.

3. Komfortzone statt Wachstum

Veränderung bedeutet Unsicherheit. Unser Gehirn interpretiert das oft als „Gefahr“ – und hält uns lieber im Bekannten, auch wenn es uns nicht guttut.


Der Ausweg: Bewusstheit statt Wiederholung

1. Muster erkennen

Frage dich:

  • „Wann passiert mir das immer wieder?“

  • „Welche Situationen ähneln sich?“

2. Reaktion hinterfragen

Bevor du handelst, halte kurz inne:

  • Reagiere ich gerade automatisch?

  • Oder entscheide ich bewusst?

Diese Technik stammt aus der Kognitive Verhaltenstherapie und ist extrem wirksam.

3. Neue Entscheidungen trainieren

Veränderung entsteht nicht durch Einsicht allein, sondern durch Wiederholung neuer Verhaltensweisen. Kleine Schritte reichen völlig aus.


Sind Fehler wirklich schlecht – oder eher Helfer?

Hier wird es spannend: In der Lernpsychologie gelten Fehler nicht als Scheitern, sondern als wichtige Informationsquelle.


Jeder Fehler zeigt dir:

  • was nicht funktioniert

  • wo deine Denk- oder Verhaltensmuster liegen

  • was du beim nächsten Mal anders machen kannst

Ohne Fehler gäbe es keine Entwicklung.

Das Problem ist also nicht der Fehler selbst –sondern wie wir damit umgehen.

  • „Ich habe versagt“ → blockiert dich

  • „Ich habe etwas gelernt“ → bringt dich weiter

Ein Perspektivwechsel kann alles verändern:Fehler sind keine Gegner, sondern Feedback-Systeme deines Lebens.


Ein überraschender Gedanke

Viele deiner „Fehler“ waren irgendwann einmal sinnvolle Strategien.

Vielleicht hast du gelernt, Konflikten aus dem Weg zu gehen, um Stress zu vermeiden. Oder Risiken zu meiden, um Sicherheit zu behalten.

Das Problem ist nicht, dass du diese Strategien hast – sondern, dass du sie heute vielleicht nicht mehr brauchst.


Fazit

Du bist nicht „schlecht im Entscheiden“.Du folgst nur Mustern, die einmal sinnvoll waren.

Und Fehler?Sie sind keine Schwäche – sondern Hinweise, dass du unterwegs bist.

Der Schlüssel liegt darin, sie zu erkennen, zu verstehen – und bewusst neu zu entscheiden.



 
 
 

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