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Wussten Sie schon?

Digitale Erschöpfung – Wie unser Gehirn unter Reizüberflutung leidet

  • 7. Mai 2025
  • 1 Min. Lesezeit

Ständige Erreichbarkeit, unzählige Tabs, eine Flut an Nachrichten – unser Alltag ist digital überfrachtet. Während die Technologie weiter Tempo aufnimmt, sendet unser Gehirn längst SOS. Viele Menschen erleben heute Symptome digitaler Erschöpfung, ohne sie als solche zu erkennen.


Was bedeutet digitale Erschöpfung?

Digitale Erschöpfung ist ein Zustand chronischer mentaler Überforderung durch Bildschirmnutzung, Reizüberflutung und Informationsdichte. Sie äußert sich durch:

  • Konzentrationsprobleme

  • innere Unruhe

  • Reizbarkeit

  • Schlafstörungen

  • emotionale Erschöpfung


Neurologische Hintergründe

Das Gehirn ist nicht dafür gemacht, ständig neue Reize in kurzer Zeit zu verarbeiten. Durch die permanente Stimulation entsteht eine Überaktivierung:

  • Das Belohnungssystem wird ständig angesprochen → Dopaminspiegel schwanken

  • Die Amygdala bleibt aktiv → chronische Reizbereitschaft

  • Der präfrontale Kortex wird überfordert → reduzierte Entscheidungsfähigkeit

Zudem führt Multitasking (z. B. zwischen Mails, Social Media, Gesprächen springen) nachweislich zu einem Rückgang der kognitiven Leistungsfähigkeit.


Psychologische Folgen

  • Verlust der Fähigkeit zu tiefer Konzentration (Deep Work)

  • Stress durch Vergleich (Social Media)

  • Überflutung durch Fremdmeinungen → Verlust eigener Klarheit

  • Erschwerte emotionale Regulation durch ständige Ablenkung


Was hilft?

  • Digitale Achtsamkeit: bewusste Medienzeiten, gezielter Konsum

  • Reizreduktion: Notifications deaktivieren, Fokuszeiten blockieren

  • Offline-Zeiten: z. B. ein „digitaler Sabbat“ am Wochenende

  • Natur & Bewegung: fördern die Rückregulation des Nervensystems


Fazit

Digitale Angebote sind hilfreich – solange sie bewusst genutzt werden. Ohne Grenzen wird das digitale Leben zur Belastung für Körper und Geist. Wer sein Gehirn schützt, schützt nicht nur seine mentale Gesundheit, sondern auch seine Lebensqualität.




 
 
 

1 Kommentar


Welma Midori
Welma Midori
01. Juli

Guter und wichtiger Beitrag. Diese ständige Erreichbarkeit merkt man auch bei uns in Norderstedt: Kita-Chats, Feuerwehr-App, Nachbarschaftsgruppe – alles piept gleichzeitig. Wer zwischendurch mal digital detoxen will, findet auf https://norderstedt-aktuellde.com/. kompakt die lokalen Termine ohne Push-Terror gebündelt. Ein Blick morgens reicht, dann kann man Handy weglegen und trotzdem wissen, ob heute Sperrung, Fest im Stadtpark oder Smartphone-Sprechstunde in der Bücherei ist. So nutzt man Digitales bewusst statt sich überfluten zu lassen. Danke für den Denkanstoß!

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