

Winter zwischen Realität und Wahrnehmung – eine psychologische Betrachtung
Winter. Schneegestöber. Kälte. Ruhe. Phänomene, die über Jahrhunderte hinweg zum mitteleuropäischen Jahreszyklus gehörten – und die für viele Menschen früher vor allem eines bedeuteten: Normalität. Psychologisch betrachtet ist der Winter eine Zeit der Reduktion. Die Natur zieht sich zurück, Geräusche werden gedämpft, Bewegungen langsamer. Für den menschlichen Organismus ist das nichts Bedrohliches, sondern ein vertrauter Zustand. Unser Nervensystem ist evolutionär darauf ausg


Stolz auf die Vorfahren – Wurzeln, Flüsse der Geschichte und die Verantwortung der Gegenwart
Es gibt ein leises, warmes Ziehen in der Seele, wenn wir an die Menschen denken, die vor uns lebten. Nicht die großen Schlagzeilen der Geschichte, nicht die Macht und der Ruhm, sondern das unscheinbare, beständige Leben der Vorfahren, ihre Hände, ihr Schaffen, ihre Träume. Dieses Ziehen ist Stolz – ein Stolz, der tief verwurzelt ist und zugleich Flügel verleiht. Wer durch die alten Städte Schlesiens wandert oder die sanft geschwungenen Hügel der Oberlausitz betrachtet, spürt


1. WOCHENAUFGABE – Glücklich sein, ohne Grund
Eine kleine Idee zu Silvester – und eine Einladung zum Glück An Silvester, in einem dieser stillen Momente zwischen den Jahren, hatte ich eine Idee. Keine große, keine spektakuläre – eher eine leise. Eine Idee, die aus der Praxis heraus entstanden ist, aus den Gesprächen mit meinen Patienten. Ich habe begonnen, jede Woche eine kleine Aufgabe zu geben. Kein „Muss“, kein Leistungsziel, kein weiterer Punkt auf einer To-do-Liste. Sondern ein Experiment. Eine Einladung, etwas Neue


Die Sehnsucht nach dem Echten – über das Wiederentdecken von Schönheit, Geschichte und innerer Heimat
Es ist eine stille Bewegung, die sich in vielen Menschen zeigt. Keine laute Revolution, kein klar benennbarer Trend, sondern ein leises Ziehen im Inneren. Eine Sehnsucht, die sich oft erst dann meldet, wenn man innehält. Wenn man an einem alten Haus vorbeigeht und spürt, dass es etwas erzählt. Wenn man auf einem Flohmarkt eine Kaffeekanne in die Hand nimmt, deren Glasur kleine Spuren trägt, und sich unwillkürlich fragt, an welchem Tisch sie wohl gestanden hat, welche Gespräch


Wie man sich selbst treu bleibt – eine psychologisch-therapeutische Perspektive
Sich selbst treu zu bleiben klingt einfach.Und ist doch für viele Menschen eine der größten Herausforderungen ihres Lebens. Therapeutisch begegnen wir immer wieder Menschen, die „funktionieren“, angepasst leben, Erwartungen erfüllen – und sich dennoch innerlich leer, fremd oder verloren fühlen. Nicht, weil sie falsch sind. Sondern weil sie sich zu oft von sich selbst entfernt haben, um dazuzugehören. Was bedeutet es, sich selbst treu zu bleiben? Sich selbst treu zu bleiben be


Warum unsere Gesellschaft krank ist – eine psychologisch-therapeutische Betrachtung
Wenn immer mehr Menschen erschöpft sind, sich leer fühlen, unter Angst, Depression, psychosomatischen Beschwerden oder Sinnverlust leiden, lohnt sich ein ehrlicher Blick:Vielleicht liegt das Problem nicht nur im Individuum – sondern im System, in dem es lebt. Therapeutisch zeigt sich immer deutlicher: Viele Symptome sind keine persönlichen Defizite, sondern gesunde Reaktionen auf ungesunde gesellschaftliche Bedingungen. Pathologisiert wird der Mensch – nicht das Umfeld In uns


Ich möchte meinem Leben mehr Qualität geben!
Ok, aber was bedeutet eigentlich Qualität im Leben? Ein psychologischer Blick – leise, ehrlich und ein wenig poetisch In meiner Praxis werde ich immer wieder dieselbe Frage gestellt. Sie kommt leise daher, manchmal zwischen zwei Sätzen, manchmal mit Tränen in den Augen, manchmal ganz sachlich formuliert: „Wie bringe ich mehr Qualität in mein Leben?“ Eine einfache Frage. Und doch eine der tiefsten, die wir uns stellen können. Denn bevor wir antworten können, müssen wir innehal


Warum Selbstliebe kein Egoismus ist
Selbstliebe hat einen schlechten Ruf.Für viele klingt sie nach Egoismus, Selbstbezogenheit oder Rücksichtslosigkeit. Besonders Menschen, die früh gelernt haben, für andere da zu sein, erleben Selbstliebe oft als etwas Verbotenes – als moralischen Fehltritt. Therapeutisch zeigt sich jedoch immer wieder: Nicht zu viel Selbstliebe macht krank, sondern zu wenig. Was Selbstliebe psychologisch wirklich bedeutet Selbstliebe bedeutet nicht: sich über andere zu stellen nur an sich zu


Warum Selbstoptimierung krank macht
Selbstoptimierung klingt harmlos.Ein bisschen besser schlafen, effizienter arbeiten, bewusster essen, emotional stabiler sein. Doch für viele Menschen ist Selbstoptimierung längst kein freiwilliger Wunsch mehr, sondern ein innerer Zwang. Therapeutisch zeigt sich immer häufiger: Nicht das Streben nach Entwicklung macht krank, sondern der Druck, ständig besser sein zu müssen. Wann Entwicklung kippt Gesunde Entwicklung ist lebendig, neugierig und fehlerfreundlich.Selbstoptimieru


Warum Leistung nicht gleich Wert ist
Viele Menschen glauben – oft ohne es bewusst zu merken – dass ihr Wert davon abhängt, was sie leisten. Wie viel sie schaffen. Wie belastbar sie sind. Wie erfolgreich, effizient oder nützlich sie wirken. Therapeutisch begegnet uns dieser Glaubenssatz täglich. Er ist einer der stillsten und zugleich wirksamsten Treiber von Erschöpfung, Selbstzweifeln und innerer Leere. Der Ursprung des Leistungswertes Der Zusammenhang zwischen Leistung und Wert entsteht selten im Erwachsenenalt



















