

Warum Selbstliebe kein Egoismus ist
Selbstliebe hat einen schlechten Ruf.Für viele klingt sie nach Egoismus, Selbstbezogenheit oder Rücksichtslosigkeit. Besonders Menschen, die früh gelernt haben, für andere da zu sein, erleben Selbstliebe oft als etwas Verbotenes – als moralischen Fehltritt. Therapeutisch zeigt sich jedoch immer wieder: Nicht zu viel Selbstliebe macht krank, sondern zu wenig. Was Selbstliebe psychologisch wirklich bedeutet Selbstliebe bedeutet nicht: sich über andere zu stellen nur an sich zu


Warum Selbstoptimierung krank macht
Selbstoptimierung klingt harmlos.Ein bisschen besser schlafen, effizienter arbeiten, bewusster essen, emotional stabiler sein. Doch für viele Menschen ist Selbstoptimierung längst kein freiwilliger Wunsch mehr, sondern ein innerer Zwang. Therapeutisch zeigt sich immer häufiger: Nicht das Streben nach Entwicklung macht krank, sondern der Druck, ständig besser sein zu müssen. Wann Entwicklung kippt Gesunde Entwicklung ist lebendig, neugierig und fehlerfreundlich.Selbstoptimieru


Warum Leistung nicht gleich Wert ist
Viele Menschen glauben – oft ohne es bewusst zu merken – dass ihr Wert davon abhängt, was sie leisten. Wie viel sie schaffen. Wie belastbar sie sind. Wie erfolgreich, effizient oder nützlich sie wirken. Therapeutisch begegnet uns dieser Glaubenssatz täglich. Er ist einer der stillsten und zugleich wirksamsten Treiber von Erschöpfung, Selbstzweifeln und innerer Leere. Der Ursprung des Leistungswertes Der Zusammenhang zwischen Leistung und Wert entsteht selten im Erwachsenenalt


Warum Loslassen heilt
Loslassen klingt einfach.Fast banal.Und doch gehört es zu den schwierigsten inneren Prozessen überhaupt. Viele Menschen halten fest – an Beziehungen, Erwartungen, Rollen, Schuld, Angst oder alten Verletzungen – nicht, weil sie wollen, sondern weil sie glauben, sonst den Halt zu verlieren. Therapeutisch zeigt sich jedoch immer wieder: Nicht das Loslassen macht Angst, sondern das Festhalten macht krank. Festhalten als Schutzmechanismus Psychologisch ist Festhalten selten Sturh


Warum wir uns ständig vergleichen – und dabei uns selbst verlieren
Vergleichen ist allgegenwärtig.Wir vergleichen Körper, Karrieren, Beziehungen, Elternschaft, Lebensentwürfe, Belastbarkeit, Glück. Oft geschieht es unbewusst, fast reflexhaft. Kaum ein Gedanke, der nicht irgendwo an der Frage entlangstreift: Bin ich genug? Bin ich besser oder schlechter? Psychologisch betrachtet ist dieses ständige Vergleichen kein persönlicher Fehler. Es ist ein erlerntes Muster – und ein gesellschaftlich hoch wirksames Steuerungsinstrument. Der psychologisc


Warum Arbeit uns entfremdet
Arbeit soll Sinn geben. Struktur. Sicherheit. Identität.So zumindest das gesellschaftliche Versprechen.Doch immer mehr Menschen erleben das Gegenteil: Erschöpfung, innere Leere, Sinnverlust. Nicht weil sie faul sind oder zu wenig leisten – sondern weil Arbeit sie von sich selbst entfremdet . Diese Entfremdung ist kein individuelles Versagen. Sie ist ein psychologisches und strukturelles Phänomen. Was Entfremdung psychologisch bedeutet Psychologisch beschreibt Entfremdung ein


Authentizität vs. gesellschaftliche Erwartungen – der innere Konflikt unserer Zeit
Sei du selbst.Aber bitte angepasst. Erfolgreich. Leistungsfähig. Emotional stabil. Sozial kompatibel. Kaum ein Begriff wird so häufig beschworen wie Authentizität – und kaum einer ist im Alltag so schwer zu leben. Denn dem Wunsch, echt zu sein, stehen mächtige gesellschaftliche Erwartungen gegenüber: Wie wir zu leben, zu fühlen, zu arbeiten und zu funktionieren haben. Der Konflikt zwischen Authentizität und Anpassung ist kein individuelles Problem. Er ist ein psychologisches


Warum „Reiß dich zusammen“ krank macht
„Reiß dich zusammen.“Ein Satz, der oft gut gemeint ist – und dennoch tief verletzend wirken kann. Er wird gesagt, wenn jemand weint, überfordert ist, Angst hat oder nicht mehr kann. Er klingt nach Stärke, nach Kontrolle, nach Vernunft. Psychologisch und neurologisch betrachtet jedoch ist er hochproblematisch – und kann langfristig krank machen. Denn dieser Satz greift nicht nur Verhalten an. Er greift das Erleben eines Menschen an. Die psychologische Botschaft hinter dem Sa


Warum Selbstoptimierung erschöpft
Selbstoptimierung ist das Credo unserer Zeit. Wir sollen gesünder leben, produktiver arbeiten, achtsamer sein, erfolgreicher, effizienter und emotional stabiler. Coaches, Apps, Bücher und Social Media predigen ständig: Du kannst mehr aus dir machen. Doch dieser Drang zur ständigen Verbesserung kann langfristig nicht nur stressen – er kann körperlich und psychisch erschöpfen , den Selbstwert untergraben und das Nervensystem dauerhaft überlasten. Wenn das Ich zum Projekt wird S


Wie Traumata das Gehirn verändern
Trauma ist mehr als ein emotionales Erlebnis – es ist eine tiefgreifende Veränderung des Gehirns und Nervensystems. Es hinterlässt Spuren, die sowohl unser Denken, Fühlen als auch Handeln beeinflussen. Dabei spielt es keine Rolle, ob es sich um ein einzelnes extremes Ereignis handelt oder um wiederholte, chronische Belastungen wie Vernachlässigung, emotionale Misshandlung oder dauerhafte Überforderung. Neurologische Veränderungen durch Trauma Trauma wirkt auf drei zentrale Hi



















